Ende der siebziger Jahre fanden sich im Stadtteil einige Familien zusammen, um ein Karnevalsfest auf die Beine zu stellen. Die Siedler auf dem Berg waren im Laufe der Jahre eher „zusammengewürfelt“ worden, das Wohngebiet nicht organisch gewachsen. Bei diesem Fest wollte man sich näher kennenlernen und etwas für das wachsende Zusammengehörigkeitsgefühl tun.
Die Karnevalsveranstaltung „Jeck & Keck“ war sofort ein Erfolg, obwohl außer der Musikkapelle nur eigene Kräfte im Einsatz waren. Als Festsäle standen nur das Gemeindehaus, der Saal des Restaurants „Zum Steinhaus“ und zuletzt die Aula der Adolf-Clarenbach-Schule zur Verfügung, was die Zahl der Gäste begrenzte.
Anfang der neunziger Jahre wurde das ehemalige Gelände der Gärtnerei Buschmann bebaut. Die Anwohner schlossen sich zu einer Initiative zusammen, um ihre Anliegen gegenüber Bauträger und Stadt durchzusetzen, nach der Devise: Im Verbund sind auch die Schwachen mächtig. Bürger mit Visionen aus beiden Gruppen fanden, es gäbe in Isenbügel noch eine Menge mehr, was man gemeinsam anpacken könnte. So kam es zur Gründungsversammlung des Bürgervereins.
Seitdem ist der Verein mit einer Vielzahl an Aktivitäten hervorgetreten. Hans-Hermann Dreier hat als erster Vorsitzender gemeinsam mit seinen Mitstreitern im Vorstand bedeutsame Akzente gesetzt und für gute Kontakte zu Politik, Verwaltung, Kirche und anderen gesellschaftlichen Gruppen gesorgt.
Mit knapp 300 Mitgliedern ist der Bürgerverein Isenbügel heute der mitgliederstärkste Bürgerverein in Heiligenhaus. Die Veranstaltung mit der größten Breitenwirkung ist von Anfang an der Blotschenball: Er blickt auf eine über zweihundertjährige Tradition in Isenbügel zurück und wird immer am dritten Septemberwochenende im Zelt gefeiert. Vorgänger bei der Organisation waren im Laufe der Jahrzehnte Bauern, Gastwirte und Feuerwehrmänner.
Brauchtumspflege allein, mit Blotschenball, Karneval, Frühlingsfest und Nikolausmarkt, kann aber nicht das Wirken eines Bürgervereins ausmachen. Vorträge und andere Veranstaltungen, die der Information der Bürger dienen, sind das zweite Bein. Nur so konnte der Zusammenschluss zur Eintragung als Verein und zur Gemeinnützigkeit führen.








